Praxis für Zahnmedizin und Implantologie Dr. Florian Will + Dr. Steffen Biebl - Raiffeisenstraße 1 in 97080 Würzburg
Parodontitis: chronische bakterielle Entzündung des Zahnbettes

Die Parodontitis ist eine weit verbreitete, chronische, zumeist schmerzfreie Entzündung des Zahnbettes. Hervorgerufen wird sie durch Bakterien.
Sie führt unbehandelt dazu, dass sich Zahnfleischtaschen bilden, die immer tiefer werden, so den Zahn im Zahnbett lockern und letztendlich den Ausfall eines häufig noch gesunden Zahns verursachen. Jüngere wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass darüber hinaus ein Zusammenhang zwischen parodontalen Erkrankungen und Beeinträchtigungen des allgemeinen Gesundheitszustandes bestehen können (zum Beispiel kann das Herzinfarktrisiko steigen).
Deshalb wichtig: frühzeitiges EingreifenDie Vorstufe einer Parodontitis ist in der Regel eine Zahnfleischentzündung. Wenn sie behandelt wird, klingt sie in der Regel problemlos ab. Schreitet sie jedoch weiter fort, kann sie im Laufe der Zeit vom Zahnfleisch auf das Zahnbett übergehen – und es entwickelt sich eine Parodontitis.
Bei dieser Erkrankung haben Bakterien den Dichtring zwischen Zahn und Zahnfleisch überwunden. Nun siedeln diese in der sich bildenden Zahnfleischtasche und lösen dort meist schmerzfreie Entzündungsreaktionen aus, in deren Folge sich der Zahnhalteapparat immer weiter abbaut. Bei einem Großteil der Patienten reicht eine mechanische Entfernung der Bakterienbeläge aus (geschlossene Parodontitisbehandlung), um dem Fortschreiten der Erkrankung Einhalt zu bieten.
Es gibt bestimmte Bakterienarten, die eine Parodontitis verursachen und rascher bzw. aggressiver voranschreiten lassen. Um eine Behandlung individuell auszurichten, empfiehlt sich im Einzelfall eine mikrobiologische Überprüfung. Damit können wir erkennen, ob eine zusätzliche Gabe von Medikamenten zur Beseitigung der besonders aggressiven Bakterien erforderlich ist. Aus einer Zahnfleischtasche entnehmen wir dafür schmerzfrei einen Abstrich und senden sie ins Labor. Nach wenigen Tagen liegt uns das Ergebnis vor, und wir besprechen mit Ihnen die weitere Behandlung.
Eine Parodontitis muss behandelt werden, um ihr Fortschreiten aufzuhalten. Da sich die verursachenden Bakterien nie ganz aus der Mundhöhle entfernen lassen und es zur Wiederbesiedlung der Zahnfleischtaschen kommt, ist eine einmalige Behandlung nicht ausreichend. Deshalb sind engmaschige und regelmäßige Nachsorgetermine mit professionellen Zahnreinigungen empfehlenswert, in denen wir den Behandlungserfolg überprüfen. Sollte die Parodontitis sich weiterentwickeln, können wir so frühzeitig eingreifen.
Wir kooperieren bei diesen Behandlungen mit unserem spezialisierten Kollegen Dr. Gregor Petersilka hier in Würzburg.
Sie haben Fragen? Sprechen Sie uns beim nächsten Termin darauf an!
Weitere Informationen zur Wurzelkanalbehandlung finden Sie in unserem Ratgeber Zähne